Schülerassistenten-Ausbildung

Weniger Gewalt auf Schulhöfen

Eine Qualifizierung der Sportjugend zur Gewaltprävention an Schulen mit Unterstützung der EWR AG, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

Ziel und Inhalte
Gewalt muss auf dem Schulhof Pause machen – die Sportjugend möchte mit der Schülerassistenten- Ausbildung SchülerInnen ab dem 4. Schuljahr anleiten, in den Pausen und Freistunden eigenverantwortlich Bewegungsangebote für Mitschüler durchzuführen. Eltern von Grundschülern, Schulsozialarbeiter, FSJ und BFDler sowie Lehrer können sich ebenso qualifizieren. Inhalte, wie der Anti-Gewalt-Parcours, Deeskalationstraining, Sozialkompetenztraining, Abenteuer- und Erlebnissport, Hip Hop, Fair-Play, Integration, Inklusion und die Special Olympics, Bau einer Kletterwand oder die Organisation von Turnieren und Spielfesten mit dem Spielmobil sorgen für den besonderen Reiz.

Die Intention der Lehrgangsreihe ist eindeutig. Über die Vielfalt der Bewegungsangebote kommt es zur Kompensation angestauter Aggressionen und damit zum deutlichen Rückgang alltäglicher Gewalt in der Schule. Erfolge sind auch signifikant weniger Pausenunfälle und die Verbesserung des Schulklimas. Persönlichkeit, gutes Sozialverhalten und die Bereitschaft zu freiwilligem Engagement werden neben weiteren Kompetenzen aufgebaut. Auch pädagogische Inhalte werden den Schülerassistenten vermittelt, die Vorbilder für ihre Schulkameraden sind. Ihr Engagement wird im Schulzeugnis gelobt.

Förderung und Anforderungen
Die Ausbildung umfasst 30 Stunden an drei aufeinander folgenden Wochenenden. Nach Abschluss der Ausbildung verfügen die Schüler zudem über Kompetenzen, ehrenamtliche Tätigkeiten im Sportverein zu übernehmen.

Jede teilnehmende Schule erhält eine große Spielekiste im Wert von 1.500 Euro. Der gastgebenden Schule dankt die Sportjugend mit einem Griffsatz zur Installation einer Kletterwand im Wert von 600 Euro. Jeder Schüler erhält einen Fotoausweis, eine Teilnahmebestätigung (z. B. zur Vorlage bei Bewerbungen) sowie ein Schülerassistenten-T-Shirt. Nach zehn weiteren Lerneinheiten erhalten Schüler ab 16 Jahren, die sich bereits in der Jugendarbeit von Vereinen engagieren, die Jugendleiter-Card (JULEICA).

Hat Ihre Schule Interesse teilzunehmen oder Gastgeber zu sein? Melden Sie sich! Alle weiterführenden Schulen des Schulkreises der entsprechenden Ausrichterschulen erhalten eine schriftliche Einladung mit Programm.

Ausführliche Projektbeschreibung

Bewegungserziehung in der Schule – Eine der ständigen Aufgaben, die sich die Sportjugend Rheinland-Pfalz in Verbindung mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz gestellt hat, ist die fachliche und politische Unterstützung sowie die konstruktive Begleitung der Entwicklung des Schulsports. Dies geschieht in dem Bewusstsein, dass Schulen und Vereine eigenständige Ziele und Aufgaben, sie aber auch das gemeinsame Ziel haben, Kinder und Jugendliche für ein lebenslanges Sporttreiben zu motivieren und zu befähigen.
Immer mehr Kinder bewegen sich immer weniger
Neben der Nahrungsaufnahme ist die Bewegung eines der ursprünglichen innersten Bedürfnisse des Menschen, denn er ist auf sie in vielerlei Hinsicht angewiesen. Besonders bei Kindern kann man oftmals noch die Freude an der Bewegung beobachten. Sport und Bewegung tragen in großem Maße zur Förderung und Erhaltung der physischen Gesundheit bei und spielen auch eine wichtige Rolle für das psychische Wohlbefinden. Aber nur durch adäquate Bewegungsreize werden motorische Entwicklungsprozesse positiv beeinflusst. Die gesellschaftliche Entwicklung tendiert jedoch in die konträre Richtung. So bewegen sich immer mehr Kinder immer weniger.
Kinder werden heute in eine andere Welt hineingeboren als in früheren Generationen. Eine der prägnantesten Veränderungen: In der Multimediagesellschaft übernehmen immer häufiger Maschinen die Kommunikation und verhindern soziale Kontakte. Menschliche Nähe verschwindet, die notwendigen Bewegungs- und Spielerfahrungen werden eingeschränkt. Spielräume sind im doppelten Sinn des Wortes ohnehin schon die Ausnahme geworden.

Bewegungsmangelerscheinungen, Fantasielosigkeit und Kreativitätsverlust sind die Folgen.
Aber auch die Schule trägt ihren Teil zum Bewegungsmangel bei: Schon in der Grundschule kommt es zu einem drastischen Einschnitt im Bewegungsverhalten der Kinder. Aufgrund des Sitzzwangs und gewissen Bewegungsverboten und -einschränkungen in den Pausen müssen Kinder schon im ersten Schuljahr lernen, Ihren Bewegungsdrang zu unterdrücken.

Übergewicht, Muskel- und Haltungsschwächen, Herz-Kreislaufprobleme bei mehr als 50 Prozent eines Jahrganges. Die Bewegungsarmut in Schule und Freizeit bleibt nicht ohne Folgen. Die zunehmende Aggression und Gewaltbereitschaft an Deutschlands Schulen sind in aller Munde. Es ist damit zu rechen, dass sich diese Probleme in Zukunft noch verstärken werden. Angesichts dieser gesellschaftlichen Probleme ist umso unverständlicher, dass der Sportunterricht immer wieder Gegenstand von Kürzungsdiskussionen ist.

Neben den Vereinen könnte jedoch gerade die Schule der Ort sein, Kinder und Jugendliche zur sportlichen Bewegung zu animieren. Sind die Schulen mit der in Deutschland herrschenden Schulpflicht doch geradezu prädestiniert, alle Kinder eines Jahrganges an die Bewegung heranzuführen und so viele der genannten Defizite zu verhindern.

Orte und Termine 2017

• Bad Ems
März – leider ausgebucht

• Worms
Mai/Juni

• Winnweiler
September

• Konz
November

Ihr Ansprechpartner

Dr. Ohle Wrogemann
Referent für soziale Inititativen

Tel.: 06131 2814-358
E-Mail: wrogemann@nullsportjugend.de

Gefördert von

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