Indien Tagebuch Teil 1

Derzeit ist eine Gruppe aus Jugendlichen der Sportjugend Rheinland-Pfalz zu Gast in Indien in Neu Delhi beim dortigen YMCA. Die Eindrücke der ersten Tage schildern die Teilnehmer hier in Wort und Bild.

 

Sonntag 1.10.2017 – “Wer zuerst kommt malt zuerst“

Schon im Flugzeug hat Luca seinen Charme spielen lassen und einige weibliche Bekanntschaften gemacht. Nachdem wir kurz nach Mitternacht am  Neu-Delhi Flughafen gelandet sind, wurden wir dort bereits von Mitgliedern des YMCA in Empfang genommen. Während der kurzen, aber interessanten Busfahrt, erreichten wir das YMCA-Hostel. Nach ein paar Stunden Schlaf und einem ausgiebigem Frühstück sich unsere Gruppe auf die Gastfamilien und verbrachten mit diesen den Tag. Einige besuchten die Familien zu Hause und andere besuchten mit ihnen einen Wasserpark oder die Shoppingmall. Im McDonalds lehnte sich Carl in einem Stuhl zurück und zerstörte diesen.  Wir mussten uns erst einmal an die Fahrweise der Inder gewöhnen, die ohne Regeln fahren und nach dem Motto leben, “Wer zuerst kommt malt zuerst“. Auch das Hupen scheint in Indien zum Fahralltag dazu zugehören wie in Deutschland der Blinker.

Montag 02.10.2017 – Besuch von einer Affenfamilie 

Als wir uns am Morgen in der Lobby versammelten, um den zweiten Tag wieder den Gastfamilien zu verbringen, waren drei der Jungs etwas blass um die Nase. Es stellte sich heraus, dass sie trotz allerlei Warnungen ihre Fenster offen gelassen hatten und deshalb Besuch von einer Affenfamilie bekommen hatten. Da jede Familie hat ein anderes Programm vorbereitet hatte, waren manche von uns kegeln und andere in der Familie, um sie kennenzulernen. Am Vormittag haben wir uns alle zufällig an einer Kirche getroffen. Dort wurden viele schöne Fotos gemacht. Einige fanden sich am späten Nachmittag bei Dipika zusammen und haben coole Gesellschaftsspiele gespielt. Als Harmut sich auf einen 100 Jahre alten Stuhl setzte, brach dieser unter dem Gewicht des großen, weißen Mannes aus Deutschland, wie die Oma ihn danach nannte, zusammen… Es stellte sich heraus, dass es sich auch noch um ein Erbstück handelte und der Stuhl nicht repariert werden konnte. Wir sind also froh, dass die Inder nicht nachtragend sind und unser lieber Hartmut bei uns in Indien bleiben durfte. Bei einer Runde Tabu auf Englisch wurde dann aber wieder viel gelacht und alle waren traurig, dass der Tag so schnell vorbei ging.

Dienstag 03.10.2017 – Bollywood Theater: “Kingdom of Dreams“

An diesem Tag waren wir in einer Schule in den Slums. Als Geste um uns willkommen zu heißen, wurden uns selbstgemachte Blumenketten umgelegt und alle bekamen eine Tika auf die Stirn. Besonders die Jungs sahen damit sehr männlich aus. Die Kinder haben sich sehr gefreut uns zu sehen und Geschenke von uns zu bekommen. In den höheren Klassen wurden uns viele schöne Tänze vorgetanzt und alle wurden mit schönen Henna Tattoos bemalt.

Am Abend waren wir in einem Bollywood Theater: “Kingdom of Dreams“. Es war ganz anders als die deutschen Theater, da es viel bunter und super laut war. Es waren einige spannende traditionelle Tänze dabei.

Mittwoch 04.10.2017 – indisches Abendessen

Am Morgen waren wir am “Red Fort“ und haben eine Besichtigung gemacht. Da es an dem Tag sehr heiß war, sind wir an den anderen Sehenswürdigkeiten, wie dem “India gate“, nur vorbeigefahren und uns wurden dann im Bus die wichtigsten Informationen erklärt. Am Nachmittag war es ruhiger, da wir Freizeit hatten. In dieser Zeit konnten wir in den Pool gehen oder einfach in der Lobby das WLAN nutzen, um Grüße an unsere Familien in Deutschland zu schicken. Am Abend waren wir zu einem Vorstandsdinner eingeladen, wo wir einen Tanz aufgeführt haben. Danach gab es indisches Abendessen, wobei die anderen Gäste meinten, dass es nicht so scharf sei. Für uns jedoch war es scharf.

Donnerstag 05.10.2017 – Taj Mahal

Heute waren wir im Taj Mahal (wie er hier genannt wird), es war ein beeindruckender Platz. Auch hier haben wir eine Führung bekommen. Es ist noch schöner als auf Bildern und hat eine wunderschöne Anlage um sich herum. Wir wurden von einem Guide durch die Anlage geführt und trafen dabei auf Jean-Claude Juncker, der ebenfalls die Anlage besuchte.

Freitag 06.10.2017 – „und viel Sport betrieben“

An diesem Morgen waren wir einer Indischen Schule. Die Schüler haben für uns gesungen, getanzt und uns allen große Freude bereitet. Zum Dank, haben auch wir noch einmal unseren Tanz aufgeführt. Nach einer kleinen Führung durch die verschiedenen Klassenzimmer, ging es dann weiter in ein Sportzentrum. Dort wurde erst gut gegessen und dann viel Sport betrieben. Nachdem viele Basketbälle geworfen und Tischtennisrunden gelaufen wurden, musste natürlich noch was typisch Touri-mäßiges getan werden: SHOPPEN! Auf ging es in die Shoppingmall und ab in die vielen Geschäfte. Als sich alle wieder im Bus versammelt hatten, herrschte allgemeine Stille, da alle sehr müde waren

Samstag, 07.10.17 – „gestaunt, gehandelt und geshoppt“

Am Samstagmorgen war es still… Kein Deutscher lief durch die Gänge, oder durch den Speisesaal, denn alle haben nur eines gemacht: Geschlafen! Am Abend vorher brach großer Jubel aus, als uns mitgeteilt wurde, dass wir heute erst zum Mittagessen unser geliebtes Bett verlassen mussten. Nur ein kleiner Teil raffte sich auf, um früh morgens einen kleinen, heimischen Markt zu besuchen. Aber die vergangenen Tage waren so ereignisreich und spannend gewesen, dass die meisten einiges an Schlaf nachzuholen hatten. Nach einem großzügigen Mittagessen ging es dann für alle gemeinsam auf einen großen Markt, auf dem gestaunt, gehandelt und geshoppt wurde.