Freie Fahrt für Freiwillige – Die Sportjugend RLP unterstützt die Forderung der Freiwilligen hinsichtlich vergünstigter Bahn- und Bustickets

#freiefahrtfuerfreiwillige – die FSJ, FÖJ und BFD Träger und Zentralstellen unterstützen die Forderung von Freiwilligen nach kostenfreien oder kostengünstigen ÖPNV-Tickets für alle Freiwilligen in Deutschland in ihrem jeweiligen Bundesland.

Jährlich engagieren sich rund 80.000 Freiwillige in ganz Deutschland in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder einem Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die Freiwilligendienste sind wichtige Bildungs- und Orientierungszeiten und eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland. Um zu ihrer Einsatzstelle zu gelangen, nutzen die meisten Freiwilligen die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bus und Bahn. Das Ticket müssen sie meist selbst von ihrem Taschengeld (maximal 414 Euro) bezahlen. Um sich nachhaltig für unsere Gesellschaft einsetzen zu können, sind die Freiwilligen auf möglichst kostengünstige oder kostenlose ÖPNV-Tickets angewiesen.

Das ist längst nicht überall der Fall – so auch noch nicht in Rheinland-Pfalz. Deshalb werden die Freiwilligen mit der Kampagne #freiefahrtfuerfreiwillige am 04.12.2020 in den Sozialen Medien auf sich

und ihre Forderungen aufmerksam machen. Die Forderungen lauten wie folgt:

  1. Freiwillige müssen ihre Dienststelle erreichen,
  2. Freiwillige sollten möglichst umweltschonende Verkehrsmittel nutzen.

Durch kostengünstige Tickets für Bus und Bahn erhält freiwilliges Engagement mehr Wertschätzung in der Öffentlichkeit, zudem wird Interessenten der Zugang zum Freiwilligendienst erleichtert. Die Sportjugend RLP, als Träger der Freiwilligendienste im Sport, unterstützt deshalb das Anliegen der Freiwilligen und will ihre Positionen sichtbar machen.

Während Auszubildende bereits im ersten Lehrjahr ein Mindestlohn von 515€ erhalten, bekommen Freiwilligendienstleistende in der Regel ein Taschengeld von etwa 300-400 €. Somit muss ein Freiwilliger anteilsmäßig mehr seines*ihres monatlichen Taschengeldes für ein Bus- oder Bahnticket investieren. Hinzu kommt, dass Freiwillige in vielen Bundesländern keine Azubi-, Schüler- oder Studentenvergünstigungen auf Bus- und Bahntickets erhalten. Zudem sind die meisten Aboverträge, bei denen eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten vorgeschrieben ist, nicht praktikabel für einen Freiwilligendienst, der bereits ab dem sechsten Monat erfolgreich beendet werden kann. Diese Flexibilität ist ein Grund für den Erfolg der Freiwilligendienste, da so ein flexibler Einstieg in eine Ausbildung oder ein Studium möglich ist.

Im Sinne der Freiwilligen und der Stärkung des gesellschaftlichen Engagements sollte die Bundesregierung den Worten nun Taten folgen lassen. Daher fordern wir von der Bundespolitik die Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Stärkung der Wertschätzung für freiwilliges Engagement.

Die verbandlichen Zentralstellen und Träger der Freiwilligendienste in Deutschland (BFD; FÖJ, FSJ) unterstützen die Initiative der Freiwilligen sich für kostenfreie bzw. kostengünstige Nahverkehrstickets in jedem Bundesland einzusetzen.

Deshalb fordern wir auch in Rheinland-Pfalz: #freiefahrtfuerfreiwillige

In Rheinland-Pfalz sind jedes Jahr ca. 260 Freiwilligendienstleistende im Sport aktiv. Die Dienstformen FSJ im Sport und BFD im Sport können bei uns in Sportvereinen, Sportverbänden und Ganztagsschulen geleistet werden. In 25 Seminartagen haben die jungen Menschen die Möglichkeit die Ausbildung einer Trainer*innen/Übungsleiter*innen-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes zu absolvieren. Bei Interesse stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz zur Verfügung. Per Mail freiwilligendienst@nullsportjugend.de oder telefonisch unter 06131-2814-380.