Integration durch Sport
Seit 25 Jahren setzt die Sportjugend das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ in Rheinland-Pfalz um und leistet einen wichtigen Beitrag auch zur Integration von muslimischen Mädchen und Jungen in den Sport. Die gewachsenen Erfahrungen und Kompetenzen möchte die Sportjugend nutzen um mit den Mittel des Sports die Eingliederung von Flüchtlingskindern in den Sport zu erreichen. Sportjugend Vorsitzender Thomas Biewald erklärt hierzu beim Pressegespräch am Mittwoch: „Von Seiten der Politik erreicht uns zwar die Bitte sich dem Thema anzunehmen, bisher fehlt hierfür jedoch die finanzielle Ausstattung“.
Im Rahmen des Kinderfestivals möchte die Sportjugend einen ersten aktiven Beitrag leisten. Kindern von so vielen Flüchtlingsunterkünften wie möglich soll die Chance geboten werden an diesem Tag in den Mainzer Volkspark zu kommen. Deshalb sucht die Sportjugend regionale Unternehmen die einen Transfer der Flüchtlingskinder zum Kinderfestival unterstützen.

Inklusion
Als Ergebnis des 9. Diskussionsforums 2014 beschloss die Sportjugend sich dem Thema Inklusion verstärkt zu widmen. In einem Arbeitskreis, zu dem auch die zuständige Ministerin eingeladen wird, soll beraten werden, wie Ideen konkret umgesetzt werden können. Ein wichtiger Faktor ist in diesem Fall die Frage der Finanzierung.
Im Bereich „Ferien- und Freizeitmaßnahmen“ der Sportjugend beschäftigt sich bereits ein Arbeitskreis intensiv mit der Frage, wie die Angebote für alle Kinder und Jugendlichen geöffnet werden können.
Bereits gelungen ist die „Öffnung für Alle“ bei der Schülerassistentenausbildung. Im letzten Jahr nahmen erstmals Schüler der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige an der Ausbildung teil. An den ersten drei Märzwochenenden wird die Schule die 30-stündige Ausbildung selber ausrichten und unterstreicht damit, dass sinnvolle Pausengestaltung und Gewaltprävention an allen Schulen relevant sind.
Beim Kinderfestival sorgen seit vielen Jahren Inklusion-Guides dafür, dass auch Kinder mit Beeinträchtigungen an den vielen Aktivitäten teilnehmen können.

Freiwilligendienst im Sport soll weiter ausgebaut werden
Als Träger der Freiwilligendienste im Sport sorgt die Sportjugend aktiv dafür Bewegung in Schulen zu bringen und qualifizierte, junge, engagierte Mitarbeiter an die Vereine zu binden. Im vergangenen Jahr wurde die Anzahl der Plätze von 120 auf 160 aufgestockt.
Der Ausbau soll auch 2015 weitergetrieben werden. „Wir spüren den Bedarf und stellen uns einer steigenden Nachfrage bei den Freiwilligendiensten im Sport“, so Thomas Biewald, Vorsitzender der Sportjugend des LSB Rheinland-Pfalz.
Mit dem Bundesfreiwilligendienst für Spitzensportler leistet die Sportjugend ihren Beitrag um Medaillen aus Rio nach Rheinland-Pfalz zu holen und etabliert den BFD als Karrierebaustein für Nachwuchssportler. Derzeit profitieren fünf junge Basketballer aus Trier und Speyer und zwei Fußballerinnen aus Ludwigshafen von der Sonderregelung bei der bis zu 50% der Trainingszeit mit der Arbeitszeit verrechnet werden. Mit Paul Engel, Deutscher Meister und C-Kader-Athlet im Aerobic Gymnastics, wird zum 1. April ein weiteres Talent einen BFD im Spitzensport bei der TG Nieder-Ingelheim starten.

Freizeitbetreuer Garant für unvergessliche Ferien
Als einer der größten Non-Profit-Anbieter von Kinder- und Jugendreisen bietet die Sportjugend in 2015 in den Oster-, Sommer-, und Winterferien 45 Aktiv-Freizeiten in ganz Deutschland und im europäischen Ausland an. Für die Betreuung der Kinder trägt die Sportjugend seit vielen Jahren das Siegel des BundesForums Kinder- und Jugendreisen e.V.. Ein mehrstufiges Ausbildungssystem und ständige Auffrischung sichert Kindern Spaß und den Eltern ein gutes Gefühl. Damit fördern wir die Kompetenzen und das Engagement von 400 Betreuern, die sich zusätzlich an Aktionen wie dem „Run for Children“, „Rudern gegen Krebs“ oder dem Kinderfestival beteiligen. Für mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche sind die Betreuer der Garant für unvergessliche Ferien.

Delegation aus Russland zu Besuch
Die internationalen Begegnungen der Sportjugend sind der Beitrag der Sportjugend zur Völkerverständigung, gerade im Hinblick auf das aktuell schwierige Verhältniss mit Russland. Vom 10. bis 24. August reist eine Delegation von 13 Jugendlichen und zwei Betreuern aus Jekaterinburg, Russland nach Deutschland. Die Aufnahme in mehreren Gastfamilien aus Montabaur bietet den Jugendlichen einen interessanten Einblick in das Leben in unserem Kulturkreis. Bei der Begegnung mit Israel bietet die Sportjugend den Jugendlichen durch die Zusammenarbeit mit einer arabisch geprägten Organisation einen besonderen Blickwinkel. Bei Begegnungen mit Ländern wie Tunesien bieten wir den Jugendlichen einzigartige Einblicke in die Zivilgesellschaft des jeweils anderen Landes.
Insgesamt ermöglicht die Sportjugend bei internationalen Begegnungen über 250 Teilnehmern fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen. In diesem Jahr werden Delegationen aus Japan, Russland und den USA in Rheinland-Pfalz erwartet. Fünf Gruppen machen sich im Sommer auf den Weg nach Tunesien, Indien, Israel, Japan und Ungarn.

Weitere Informationen
Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz
Malte Maschitzki
Referent Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 06131 2814-355
Fax: 06131 236746
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