Die Realität sieht leider anders aus: Immer weniger Kinder und Jugendliche können sicher schwimmen. Geschlossene oder sanierungsbedürftige Schwimmbäder, fehlende Wasserzeiten und steigende Kosten machen es Familien, Schulen und Vereinen immer schwerer, eine gute Schwimmausbildung zu gewährleisten. Das ist nicht nur ein sportliches Problem – sondern vor allem ein Sicherheitsrisiko.
Genau deshalb haben die Jugendorganisationen der großen Wassersportverbände – darunter die Deutsche Kanujugend – die Petition „Deutschland zum Land der sicheren Schwimmer*innen machen“ gestartet. Ihr Ziel: Schwimmenlernen bundesweit wieder stark machen!
Warum ist das so dringend?
Viele Schwimmbäder sind sanierungsbedürftig oder wurden bereits geschlossen. Wasserzeiten fehlen, Kurse sind über Jahre ausgebucht, und der verpflichtende Schwimmunterricht findet vielerorts gar nicht oder nur eingeschränkt statt. Für viele Familien wird Schwimmenlernen zunehmend unbezahlbar.
Gleichzeitig leisten Vereine und Ehrenamtliche Großartiges: Sie fangen Lücken auf, organisieren Kurse und ermöglichen Kindern den Zugang zum Wasser. Doch ohne ausreichende Infrastruktur und politische Unterstützung stoßen auch sie an ihre Grenzen. Das gefährdet nicht nur die Sicherheit unserer Kinder, sondern langfristig auch den Nachwuchs im Breiten- und Leistungssport.
Dafür steht die Petition
Die Wassersportjugenden fordern konkrete und machbare Maßnahmen, damit jedes Kind die Chance bekommt, sicher schwimmen zu lernen:
-
Finanzielle Entlastung für Familien: stark vergünstigter Zugang zu Schwimmbädern und geförderte Kurse für alle Kinder und Jugendlichen bis 16 Jahre
-
Sicherung von Wasserflächen und Schwimmbädern durch gezielte Förderung
-
Verbindlicher Schwimmunterricht an allen Schulen – mit der erforderlichen personellen und finanziellen Ausstattung
-
Einrichtung eines Kompetenzzentrums Schulschwimmen zur Unterstützung von Lehrkräften und Schulen
-
Erhebung verlässlicher Daten zur Schwimmfähigkeit im RKI-Bewegungsmonitoring
-
Sicherer Zugang zu öffentlichen Gewässern durch bessere Notruf- und Rettungsstrukturen
Denn eines ist klar: Früh in Schwimmausbildung zu investieren ist sinnvoller, als später Rettungseinsätze und gesundheitliche Folgen zu finanzieren.
Gemeinsam ein starkes Zeichen setzen!
Die Sportjugend Rheinland-Pfalz unterstützt diese wichtige Initiative aus voller Überzeugung. Schwimmen ist eine unverzichtbare Grundkompetenz für Sicherheit, Bewegung und Lebensqualität.
Weitere Infos zu den Forderungen der Wassersportjugenden findet ihr hier.


Martin Klapproth